Über 100 Jahre Brüdergemeinde in Köln, seit 1.1.2012 mit dem Namen  Kirche am Zoo

Die Anfänge

Unsere Gemeinde besteht nun schon seit über 100 Jahren, allerdings nicht immer in der Boltensternstraße direkt hinterm Zoo. Begonnen hat alles in der kleinen Straße „Am Zuckerberg“ im Haus des Architekten Hans Sommer, ganz in der Nähe der Zoobrücke.

Nach einiger Zeit wurde das Haus von Herrn Sommer für die wachsende Gemeinschaft zu klein und so traf sich die Gruppe eine Zeit lang bei einer bestehenden Brüder-Versammlung in Frechen. Ein älterer Bruder erinnert sich noch wie er als kleiner Junge mit seinen Geschwistern manchmal mit der Pferdekutsche von Herr Sommer dort hinfahren durfte.

Dagobertstraße 13

Nach etwa einem halben Jahr ergab sich dann die Möglichkeit im Autohaus Strunk, an der Dagobertstraße 13, einen Saal mit zu nutzen, um Gottesdienst zu feiern.

Ein Sonntag sah üblicherweise so aus, dass morgens Abendmahl und Lobpreis mit gleichzeitigem Kindergottesdienst stattfand. Nachmitttags kam die Gemeinde dann zum Predigtgottesdienst wieder zusammen.

Im Stadtarchiv findet man 1907 den ersten Eintrag nach dem in der Dagobertstraße 13 ein „Christlicher Versammlungssaal“ existierte. Später, von 1927 an, wurde die Gemeinde in den Adressbüchern als „Christliche Gemeinschaft“ und später als „Christliche Versammlung“ geführt.

Gemeinde in der NS Zeit

Einen tiefen Einschnitt erlebte die Gemeinde am 28. April 1937, als alle „Christlichen Versammlungen“ auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten durch den Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten wurden.

Ein älteres Gemeindemitglied erzählt ein Ereignis, das ihm später weitergegeben wurde:

"Zwei SS Beamte kamen und sagten, dass nun alle kirchlichen Einrichtungen geschlossen seien und nur noch Adolf Hitler von Wichtigkeit wäre. Sie fragten, wer der Leiter sei und die Brüder antworteten sehr mutig „Der Heilige Geist“, woraufhin ihnen direkt mit Gefängnis gedroht wurde."

Um wieder Versammlungsfreiheit zu erreichen, wurde im August 1937 der ‚Bund freikirchlicher Christen’ BfC gegründet, dem sich auch unsere Gemeinde anschloss.

Im Jahr 1942 vereinigte sich der BfC mit den Baptisten zum Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden BEFG, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, dem die EFG Kirche am Zoo seitdem angehört.

Boltensternstraße 37

Im Mai 1957 kaufte die Gemeinde ein Grundstück an der Boltensternstraße 37. Gründe gab es dafür gleich drei:

1. Es wurde langsam eng im Saal des Autohauses, da die Gemeinde wuchs.

2. Die Besitzerin des Autohauses brauchte mehr Platz für ihr Geschäft und

3. die Stadt Köln hatte angekündigt, dass der Bau der Nord-Süd-Fahrt  bevorstehen würde und das Gebäude deshalb abgerissen werden müsse.

Beim Bau wurde so viel wie möglich in Eigenarbeit geleistet oder zu einem günstigen Preis von Leuten der Gemeinde ausgeführt. Eine der herausfordernden Eigenleistungen war die Ausschachtung. Um Geld zu sparen, mussten die jungen Männer und Jugendlichen mit Schaufeln die Baugrube in Handarbeit ausschachten. Stufenweise haben sie sich voran gearbeitet, indem sie den Aushub immer eine Stufe höher schaufelten, bis die ganze Grube ausgehoben war.

Seit September 1963 finden alle Gemeindeveranstaltungen in diesem Gebäude statt, aber die letzten Bauarbeiten wurden erst 1965 abgeschlossen.

Vom 27. – 29. September 1963 wurde der Saal in der Boltensternstraße erstmalig für die Kölner Glaubenskonferenz genutzt. Diese Konferenz führten wir dann alljährlich ab 1967 wechselnd in Köln und Wuppertal gemeinsam mit der Gemeinde in Wuppertal-Elberfeld als Köln-Elberfelder Konferenz durch.

Einige Mitglieder der Gemeinde begannen ab 1987 in Bergisch Gladbach im Ortsteil Hand eine Gemeindegründungs -Arbeit. Hieraus entstand eine Gemeinde, die inzwischen seit 1991 selbständig ist (www.efg-hand.de).

Die besonderen Kennzeichen der Brüdergemeinden und damit auch unserer EFG Kirche am Zoo sind:

die Feier des Abendmahls an jedem Sonntag und

die Betonung ehrenamtlicher Dienste durch viele Gemeindeglieder.

seit 1973 beschäftigte unsere Gemeinde Mitarbeiter im Pastorendienst:

  • Von Oktober 1973 bis Oktober 1979 Günther Müller
  • Von Oktober 1984 bis Juli 1988 Alfred Zuch
  • Von Januar 1989 bis September 1998 Karl Beyer
  • Von Oktober 1998 bis Dezember 1999 Horst Walter Schenk
  • Und seit Mai 2004 Mathias Fleps

 

Gemeinde Heute

Ein besonderer Höhepunkt war unsere Feier zum 40-jährigen Bestehen des Gemeindehauses Boltensternstraße im Sommer 2004. Viele Ehemalige, die inzwischen vor allem aus beruflichen Gründen Köln verlassen haben, trafen sich mit uns am Samstagnachmittag und Abend bei schönem Wetter zum fröhlichen Austausch von Erinnerungen und am Sonntagmorgen zum Gottesdienst.

Rückblickend können wir sagen, dass unsere Gemeinde sich einerseits über die Jahrzehnte hinweg die geistlichen Grundlagen der Brüderbewegung bewahrt hat und dabei gleichzeitig versucht, im praktischen Gemeindeleben den Veränderungen unserer Zeit verantwortlich Rechnung zu tragen.

Wir sind eine Gemeinde, in der alle Generationen in einer guten Gemeinschaft zusammenleben können.

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